die ersten tage alleine sind vorbei (heute kommt der papa) und wir berichten mal:
dienstag: anreise und umschauen. wir haben unseren zimmerschlüssel bekommen und wurden auf unserer etage von einer schwester! (ist eben eine klinik) in empfang genommen. sie hat uns das zimmer gezeigt und kurz gesagt, was wir heute noch machen müssen. dann sind wir erstmal ab ans meer. 
die sonne schien und jonas hat die rutsche und den spielplatz entdeckt.
dann gabs abendbrot und viele viele neue gesichter. wir haben unsere stulle gegessen (eher ich, joni wollte nicht so recht) und uns alles beguckt.
danach: zimmer einräumen. wir sind im haus sonne untergebracht, zimmer 131 direkt über der rezeption. das zimmer kann man ohne zu übertreiben als spartanisch eingerichtet beschreiben. zwei betten, zwei stühle, davon einer schön hart (es soll ja nicht zu gemütlich werden) und ein wandregal/schreibtisch, dazu noch ein nachttisch, den wir als spieltisch nutzen. das wars…

erstmal habe ich alles so hingeschoben, dass es etwas gemütlicher wird und nicht diesen kaserne/kinderheimcharakter hat. später habe ich die hausordnung gelesen und siehe da, das ist natürlich verboten! der putzmann hats dann gleich moniert, er kann ja dann nicht mehr so schön putzen! das konnte er vorher auch nicht aber egal. es bleibt alles so und er putzt immernoch.
am ende des tages waren wir beide müde und sind früh schlafen gegangen. zumindest ich habe mich auch richtig blöd gefühlt, ist halt nicht zu hause…
mittwoch
hier heisst es zeitig aufstehen, um 7 uhr kommen die ersten über unseren gang getrampelt zum inhalier-zimmer gegenüber. es gibt bis 8.30 frühstück, danach hatten wir gleich den ersten termin: hausführung ohne kind! das hiess für joni: kindergarten :-O
während die anderen kinder sich fröhlich auf die spielsachen stürzten, musste ich mir meinen knirps vom bein schneiden. er weinte natürlich aber hier muss er da manchmal hin, wenn ich irgendwelche elternveranstaltungen habe. die führung dauerte eine stunde und wir lernten, was wir alles wann nicht dürfen und dass wir dafür bezahlt werden, uns um unsere kinder zu kümmern und für die frischluftzufuhr zu sorgen. also nichts mit ab in den kindergarten und urlaub machen… meine zimmernachbarin war auch am vortag angereist und ihr sohn ist in jonas alter. das passt schonmal.

um 11 mussten wir zur eingangsuntersuchung. abhören, in ohren und hals schauen, prüfen, ob alles dran ist, medikation klären und das wars. ab jetzt wird zweimal täglich mit sole inhaliert, keine anderen medis mehr. klingt ja erstmal nicht so schlimm. den behandlungsplan gabs später für die erste woche. wir haben uns dann mit unserer nachbarin angefreundet und sind zusammen ans meer.
donnerstag
8.30 labor mit pipi und blut aus dem finger zapfen. jonas nahm es mir sehr übel, weil er von anfang an in den raum nicht reinwollte und dann kommts da drin auch noch so dicke. mama wurde angemault und geschubst. um 10 sollten wir zur atemtechnik. der therapeut erzählt viel, wer nicht zuhört ist jonas. die dehnübungen macht er nur widerwillig mit und wenn ich ihn annimieren will, dann wird er böse mit mir. der morgen ist noch nicht vergessen! wattepusten macht spaß und am ende wars auch nicht so schlimm. kutscherhaltung brauchten wir zum glück noch nie, so stark unter atemnot hat er noch nie gelitten.
um 14:20 war ich dann bei ihm endgültig unten durch. wir mussten lt. behandlungsplan in die sauna. jonas versteht nur bahnhof und will sich schonmal nicht nackig machen. und den bademantel will er auch nicht anziehen. dann, als wir in die saune reingehen, will er den bademantel nicht mehr ausziehen. damit er nicht überhitzt pelle ich ihn mit gewalt aus dem teil. er umklammert es daraufhin wie eine rettungsboje. nach 8 minuten bei 70 grad (iss so heiss mama!) kommt der nächste spaß: kalt abduschen. mama machts vor, wer nicht will ist jonas. am ende halte ich ihn fest und die saunameisterin duscht in kurz ab, weil so aufgeheizt darf er auch nicht bleiben. die rettungsboje bademantel läßt er die ganze zeit nicht los! also sauna wird erstmal nichts, was er ohne vollnarkose nochmal mitmacht. und mit argumenten kommt man die nächsten 3 jahre wohl auch noch nicht weiter
freitag
unser mutterkindturnen fällt mangels trainer aus und so bleibt uns nur noch das willkommensgespräch als abwechslung auf unserem behandlungsplan. aber vorher fahren jonas und ich mit dem fahrrad nach loddin ans achterwasser. 
sehr hübsch. hat einen backshop, der von 8 bis 10 brötchen und zeitungen verkauft und zwei fischrestaurants. aber dafür jede menge ferienwohnungen mit blick aufs wasser. dort weht der wind aber ganz schön und bei 15 grad sind wir trotz sonne ganz schön durchgefroren in unseren fließjacken. jonas zittern am ende die beine und ich wärem ihn mit einer großen warmen milch und durchkneten wieder auf.
zum willkomengespräch muss jonas wieder in den kindergarten aber dank begleitung von valentino geht das ohne geschrei. küchenchef, leitende ärztin, leitende therapeutin und patientenbetreuerin stellen sich vor und erzählen uns nochmal, was wir zum großteil schon wissen. aber es gibt kekse und kaffee und wir können mal eine stunde ohne kinder sitzen und quatschen…
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