Acht Monate nichts geschrieben, gibt eben zu viele Möglichkeiten seit stay Friends und Facebook. Uns geht’s gut soweit, über den Sommer hat sich die Husterei verzogen. Die Röhrchen sind noch drin und Joni ist einfach süß. Nach zwei Jahren hat er sich auch endlich in der Kita eingelebt.
24.12.2009 Zwei Monate später
Veröffentlicht Dezember 26, 2009 A Neues , D viertes jahr Hinterlasse einen KommentarJetzt sind wir zwei Monate wieder hier und es ist Weihnachten!
Leider hat uns die Kur bisher nichts gebracht. Ein Ziel war ja die Reduzierung der Infektanfälligkeit. Dazu kann ich nur schreiben: 3xBronchtits in den letzten acht Wochen sprechen wohl gegen diesen Effekt.
In der Kur hatte man mir geraten, ihn dem HNO vorzustellen, weil sein Schnarchen ein Hinweis auf vergrößerte Polypen und die wiederum eine Mitursache für sein empfindliches Bronchialsystem sein könnten (Atmen durch den Mund = Austrockenen der Schleimhäute). Der HNO bestätigte das leider und zusätzlich vergrößerte Mandeln und einen beidseitigen zähflüssigen und damit seit Monaten vorliegenden Paukenerguss im Mittelohr. Na toll! Ich weiss nicht wie oft ein Arzt in seine Ohren geschaut hat in den letzten Monaten aber unter zehnmal nicht und das bemerkt keiner! Resultat: OP-Termin am 06. Januar 2010. Der Schleim im Ohr kann nämlich auch in die Lunge laufen und damit automatisch eine Bronchitits auslösen.
Es ist so frustrierend, wenn man alles versucht, um seinem Kind zu helfen und es doch immer wieder krank wird, Ich hasse dieses Ziehen in der Magengegend, wenn das Telefon klingelt und Oma uns sagt, dass er sich übergeben hat oder er nachts aufwacht und nicht mehr einschlafen kann, weil er so schlimm hustet. Bei Jasmin hatte ich genau das gleiche Gefühl, immer wenn sie sich ans Ohr gefasst hat und anfing zu jammern, dann war wieder eine Ohrenentzündung im Anmarsch. Warum sind kleine Kinder dauernd krank? Oder warum immer meine Kinder? Bei Jasmin hat es sich verwachsen zusätzlich zur Ohren-OP und das ist auch das Einzige, worauf ich bei Jonas noch hoffe. Vielleicht ist es in zwei Jahren ausgestanden und der Pari-Boy und die unzähligen Inhalationen Geschichte. Darauf bereitet einen niemand vor, wenn man Kinder bekommt. Zum Glück, sonst würde man das vielleicht doch lieber anderen überlassen…
Trotz allem: Fröhliche Feiertage noch und ein gesundes (wenigstens überwiegend) und glückliches Jahr 2010 wünsche ich euch und uns.
24.10. Es ist fast geschafft!
Veröffentlicht Oktober 24, 2009 A Neues , D viertes jahr Hinterlasse einen KommentarJetzt ist es fast geschafft. Morgen kommt Micha und das ist heute meine letzte Nacht alleine mit Joni. Ich muss gestehen, ich habe mich an den kleinen Schnarcher neben mir gewöhnt. Immer wenn ich ins Bett gegangen bin habe ich ihn nochmal an mich gedrückt und seinen schlafwarmen Duft geschnuppert.
Die letzten Tage waren ganz schön, immer mit der Aussicht, dass es fast vorbei ist. Wir sind viel Bahn gefahren und waren oft am Strand.
Heute: Zinnowitz

Wir fahren gerne Bahn

Jonas auf der Seebrücke in Zinnowitz

Zwei Kumpels in der Spielzeuglok
Freitag: Toben und Strand und! Jonas wollte auf eigenen Wunsch zu Valentino in den Kindergarten!!!!!!

Jonas und Valentino beim Toben

Wir haben einen Turm gebaut
Donnerstag: Peenemünde (öder gehts nimmer)

So wird man am Bahnhof begrüßt und es bleibt auch weiter im Ort so.

U-Boot in Peenemünde
Mittwoch: Visite und Klopfmassage, nachmittags Strand
Dienstag: Fahrt mit der Bahn nach Ahlbeck und mit dem Rad zurück.
Montag: Erst Blutabnehmen

Aua!
… dann mit der Bahn nach Zinnowitz

Joni liebt Bahnfahren
So vergingen hier die letzten Tage. Zusammenfassen kann ich die Wochen so:
erste Woche – schrecklich!
zweite Woche – schrecklicher, weil schlechtes Wetter
dritte Woche – noch schrecklicher: schlechtes Wetter (Sturmflut!) und krankes Kind!
vierte Woche – ok
Jonas hat es bestimmt gefallen. Er hatte rund um die Uhr jemanden zum Kuscheln und Spielen, musste fast nie in den Kindergarten und konnte mit mir in einem Bett schlafen, Das bißchen Picksen und zum Arzt rennen nahm er alles in allem gelassen und der Strand war das tägliche Highlight. Der Strand ist auch das Einzige, was mir fehlen wird …
15.10. bis 18.10. Joni ist krank
Veröffentlicht Oktober 18, 2009 A Neues , D viertes jahr Hinterlasse einen KommentarSo jetzt ist es doch passiert, Joni ist krank
Es fing an mit Fieber und Erbrechen am Donnerstag. Freitag nur noch Fieber, Samstag fast kein Fieber mehr aber Husten und nachts dann wieder hohes Fieber und viel Husten…
Ist blöd in so einem kleinen Zimmer eingesperrt zu sein mit einer kleinen Fieberblase auf dem Schoß. Wenn er heute abend wieder so hohes Fieber hat, dann muss er morgen ein Blutbild bekommen wegen Ausschluß von Bakterien. Horror!!
10.10. bis 13.10. Bergfest, Papa und wieder ein Abschied!
Veröffentlicht Oktober 13, 2009 A Neues , D viertes jahr Hinterlasse einen KommentarSo nun haben wir Bergfest. Jetzt sind es nur noch 14 Tage! In den letzten Tagen hatten wir viel Besuch.
Am Samstag kamen Opa Jochen und Edelgard aus Kühlungsborn vorbei (Ojo) und wir sind mit Ihnen nach Loddin ins Fischrestaurant. Leider war das gerade Jonis Mittagsschlafzeit und er war etwas zu unruhig, um das leckere Essen wirklich genießen zu können. Opa hatte Aal in Aspik, das war sehr lecker!
Samstag nachmittag kam dann endlich Micha mit dem Zug. Wir haben ihn vom Bahnhof abgeholt. Jonas wollte gleich einsteigen, weil er so scharf darauf ist, mit der Bahn zu fahren. Das werden wir die Tage dann mal machen. Vielleicht nach Zinnowitz. Ich habe die Gelegenheit genutzt und mich für zwei Joggingrunden um den See abgesetzt. Das war nötig. Und ich konnte sogar noch zwei Saunagänge dranhängen. Was für ein Luxus. Nur ich!
Sonntag haben wir dann Oma Linda in Prerow besucht. Sie verbringt dort zwei Urlaubswochen mit Inge und deren Schwester Doris.

Auf dem Rückweg haben wir Micha in Züssow abgesetzt. Das fand Jonas ganz furchtbar. Er weinte, dass er auch nach Hause will und dass Papi nicht wegfahren soll
Armes Würmchen. Er hat im Auto noch ganz verzweifelt geweint. Wir wären wohl beide lieber zu Hause, auch wenn Jonas mit seinem Kumpel Valentino noch mehr Spaß hat als ich.
Für uns ging dann Montag die Woche wieder los mit einem neuen Behandlungsplan:
Mo Mutter-Kind-Sport
Di Basteln
Mi Wanderung und AES Diagnostik (Was immer das ist)
Do Visite und Mutter-Kind-Sport
Fr frei
Samstag kommen dann gleich viele liebe Menschen: Micha und Jasmin und Christina und Jasper. Ich habe sie in einer kleine Pension um die Ecke untergebracht. Wir freuen uns schon.
Das Wetter ist sehr schlecht geworden. Gestern blies ein sehr starker Nordwind und der Strand wurde von den Wellen verschluckt.

Da war selbst an Buddeln nicht mehr zu denken. Schade. Wir haben die Kinder stattdessen mit den Laufrädern um den See gejagt. Das sind auch etwa 2-3 km und sie haben auch super durchgehalten.
07.10. – 09.10. Alltag
Veröffentlicht Oktober 9, 2009 A Neues , D viertes jahr Hinterlasse einen KommentarSo langsam wird das alles hier alltäglich für uns. Wir haben unsere Essenszeiten nach hinten geschoben, weil dann fast alle durch sind und es nicht mehr so voll ist. Bei einem vollen Speisesaal bekommt man ja Magengeschwüre auf Dauer von dem ganzen Kindergeschrei und Müttergemecker.
In den drei Tagen hatten wir mal wieder Mutter-Kind-Turnen und Atemtechnik und heute Kreativ-Ergotherapie (man könnte es auch einfach als Basteln mit anschließendem Spielen bezeichnen aber dann würde es wohl der Reha-Träger nicht bezahlen). Basteln machen wir hier sehr viel. Ist wahrscheinlich wie das Bingospieln im Altersheim.
Hier unsere Ergebnisse:

Wir gehen ja weiterhin jeden Tag viel Spazieren und zum Strand. Auf dem Weg machen wir erst halt beim Waffelstand:
und Joni vertilgt eine Waffel fast alleine. Danach gehts weiter zum Spielplatz und zum Hubschrauber.

Und so sieht der Joni abends aus, wenn er sich vor mir in seinem Bett versteckt.

Heute hatten wir für Reha-Verhältnisse richtig Stress, gleich drei Termine an einem Tag. Erst um 9:30 Uhr Mutter-Kind-Turnen, danach Visite bei Dr. Zeisereis. Die dauerte fünf Minuten, in denen er mich zum Thema „wie gehts dem Kind hier?“ befragte und Jonas abhorchte. Wir bekamen die Order nur noch einmal am Tag zu inhalieren und dann waren wir schon wieder draussen.
Den angefangenen Vormittag haben die Kinder dann noch tobend in den diversen Spielzimmern verbracht
![P031009_08.39_[02] P031009_08.39_[02]](http://zetka.files.wordpress.com/2009/10/p031009_08-39_02.jpg?w=112&h=150)
und dann gabs auch schon wieder Mittag. Man bekommt hier schonmal einen Eindruck, wie es später im Altersheim wird, man hangelt sich von einer Mahlzeit zur nächsten und dazwischen gibts dann noch ein Schläfchen.
Nachmittags hatten wir Reha-Gespräch, da wurden wir befragt, wie wir uns eingelebt haben und was es zu loben oder meckern gibt. Danach sind wir mit den Jungs an den Strand und haben uns noch eine leckere Waffel schmecken lassen.

Montag
Um 9.30 hatten wir „Wanderung“, das hiess Spazierengehen mit Mutter und anderen Kindern und dabei ganz kindgerecht an allem vorbeilaufen, was Kinder interessiert, weil so in der Gruppe muss man ja zusammenbleiben. Bei den Aktivitäten hier hat man das Gefühl, die gehen davon aus, dass wir ohne ihre Anregungen nur vorm Fernseher sitzen würden. Dabei wird man ja in den kleinen Zimmern, wenn man nicht rausgeht mit kleinen Kindern meschugge.
Danach hatten wir einen Termin, vor dem ich Bammel hatte, den Prick-Test auf Allergien. Ich hatte Jonas schon erzählt, dass die Frau ihm etwas auf den Arm malt und wir dann ein Buch lesen (man muss ja 20 Minuten stillsitzen) und wir danach gleich das Flugzeug kaufen gehen, was Papa ihm versprochen hat. Er war natürlich wenig begeistert und heulte auf dem Weg zum Labor und als er die Frau sah erst recht.
Die hat das aber ganz schnörkelos und schnell gemacht und ihm erstmal auf den Arm gemalt (da hörte er dann auf zu heulen, weil das ja wirklich nicht weh tat), dann tropfte sie ihm die Proben rauf (so ca. 16) und erst dann kam sie mit dem Miniskalpell und piekste ihm in die Tropfen. Beim ersten hat er noch geweint aber dann hat er gemerkt, dass das nicht so schlimm ist. Er hat anschließend eine große Kiste voll Ü-Ei Spielzeug bekommen, in der er mit der freien Hand wühlen konnte. Da war unser Buch vergessen und der Arm auch.
Nach 20 Minuten hatte sich nicht eine einzige Quaddel gebildet. Keine Katzen-, Kaninchen-, Hunde-, Meerschwein- ,Hausstaub- oder Pollenallergie und was da noch so drauf war. Na so ein Glück.
Und wie froh war er erst, als er das heißersehnte Flugzeug kaufen konnte.

Unsere Schlafenszeiten sind ja hier völlig neu zusammengestellt und Joni kann hier sehr schlecht einschlafen. Zuhause ist er in der Regel in fünf Minuten weg und hier liegt er manchmal eine Stunde noch wach obwohl er müde ist. Ich versuche jede Variante, mal bleibe ich da, dann gehe ich weg. Mal etwas früher, mal etwas später, mal mit Toben vorher, jetzt ohne Toben. Es nützt alles nichts. Also haben wir heute den Mittagsschlaf mal weggelassen und sind mit dem Fahrrad nach Kosserow gefahren. Und das endete dann mit einem eingeschlafenem Joni auf dem Schoß in der Sonne sitzend. Während ich nämlich im Wald nach Kosserow einen Hügel nach dem anderen erklomm, schlief er selig ein.


Micha hat uns besucht und stand erstmal eine Stunde in 10 Kilometern Entfernung im Stau. Somit kam er leider viel später als gedacht. Joni hat sich sehr gefreut und wir haben ihm gleich alles gezeigt. Da es schon relativ spät war, konnte er dann auch das Abendessen miterleben und die Tobezeit im Spielzimmer danach. Die ist mittlerweile eine Institution bei den Jungs, auf die sie sich sehr freuen und dafür sogar brav was essen.
Die Spielzimmer sind sehr schön eingerichtet, da haben sie sich wirklich Mühe gegeben.




Dann hieß es ab ins Zimmer, inhalieren, Sandmännchen schauen und ins Bett. Das dauert alles so seine Zeit und gegen halb neun war Joni dann auch endlich in der Koje. Nur leider war er so aufgekratzt und ausgeschlafen vom Mittagsschlaf, dass er bis zehn Uhr brauchte, um einzuschlafen.
Am nächsten Morgen sind wir (Sonntag!) aufgestanden wie immer, damit wir auch brav unsere Essenzeit einhalten (7:45 h), sonst gibt es nichts mehr! Um neun haben wir uns dann Richtung Strand aufgemacht. Das Wetter war schön und wenigstens wir Erwachsenen haben auch unsere Abwehrkräfte durch Wassertreten gestärkt. Die Kinder haben das Wasser lieber mit ihren Gummistiefeln und Gummihosen erobert.

Nach zwei Stunden Frischluft haben wir das Sonntagsmahl genossen (wahlweise Schuhleder-Roulade oder Industrie-Schnitzel) und dann sind wir nach Heringsdorf gefahren. Dort haben wir der steifen Briese auf der Seebrücke getrotzt und uns in einem gemütlichen Kaffee noch ein dickes Eis gegönnt.

Abends musste Papa wieder weg. Da hat der Joni ein bisschen geweint. Er will auch weiterhin im kleinen Bett schlafen, weil im großen schläft ja dann wieder der Papa… , nächstes Wochenende!
Morgen wird es nochmal unangenehm, der Allergietest steht an. Ich berichte, ob mich Joni dann wieder nicht mehr leiden kann. Ins Labor wird er freiwillig keinen Fuß mehr setzen…
29.09. bis 03.10. Kur – die ersten Tage
Veröffentlicht Oktober 3, 2009 A Neues , D viertes jahr Hinterlasse einen Kommentardie ersten tage alleine sind vorbei (heute kommt der papa) und wir berichten mal:
dienstag: anreise und umschauen. wir haben unseren zimmerschlüssel bekommen und wurden auf unserer etage von einer schwester! (ist eben eine klinik) in empfang genommen. sie hat uns das zimmer gezeigt und kurz gesagt, was wir heute noch machen müssen. dann sind wir erstmal ab ans meer. 
die sonne schien und jonas hat die rutsche und den spielplatz entdeckt.
dann gabs abendbrot und viele viele neue gesichter. wir haben unsere stulle gegessen (eher ich, joni wollte nicht so recht) und uns alles beguckt.
danach: zimmer einräumen. wir sind im haus sonne untergebracht, zimmer 131 direkt über der rezeption. das zimmer kann man ohne zu übertreiben als spartanisch eingerichtet beschreiben. zwei betten, zwei stühle, davon einer schön hart (es soll ja nicht zu gemütlich werden) und ein wandregal/schreibtisch, dazu noch ein nachttisch, den wir als spieltisch nutzen. das wars…

erstmal habe ich alles so hingeschoben, dass es etwas gemütlicher wird und nicht diesen kaserne/kinderheimcharakter hat. später habe ich die hausordnung gelesen und siehe da, das ist natürlich verboten! der putzmann hats dann gleich moniert, er kann ja dann nicht mehr so schön putzen! das konnte er vorher auch nicht aber egal. es bleibt alles so und er putzt immernoch.
am ende des tages waren wir beide müde und sind früh schlafen gegangen. zumindest ich habe mich auch richtig blöd gefühlt, ist halt nicht zu hause…
mittwoch
hier heisst es zeitig aufstehen, um 7 uhr kommen die ersten über unseren gang getrampelt zum inhalier-zimmer gegenüber. es gibt bis 8.30 frühstück, danach hatten wir gleich den ersten termin: hausführung ohne kind! das hiess für joni: kindergarten :-O
während die anderen kinder sich fröhlich auf die spielsachen stürzten, musste ich mir meinen knirps vom bein schneiden. er weinte natürlich aber hier muss er da manchmal hin, wenn ich irgendwelche elternveranstaltungen habe. die führung dauerte eine stunde und wir lernten, was wir alles wann nicht dürfen und dass wir dafür bezahlt werden, uns um unsere kinder zu kümmern und für die frischluftzufuhr zu sorgen. also nichts mit ab in den kindergarten und urlaub machen… meine zimmernachbarin war auch am vortag angereist und ihr sohn ist in jonas alter. das passt schonmal.

um 11 mussten wir zur eingangsuntersuchung. abhören, in ohren und hals schauen, prüfen, ob alles dran ist, medikation klären und das wars. ab jetzt wird zweimal täglich mit sole inhaliert, keine anderen medis mehr. klingt ja erstmal nicht so schlimm. den behandlungsplan gabs später für die erste woche. wir haben uns dann mit unserer nachbarin angefreundet und sind zusammen ans meer.
donnerstag
8.30 labor mit pipi und blut aus dem finger zapfen. jonas nahm es mir sehr übel, weil er von anfang an in den raum nicht reinwollte und dann kommts da drin auch noch so dicke. mama wurde angemault und geschubst. um 10 sollten wir zur atemtechnik. der therapeut erzählt viel, wer nicht zuhört ist jonas. die dehnübungen macht er nur widerwillig mit und wenn ich ihn annimieren will, dann wird er böse mit mir. der morgen ist noch nicht vergessen! wattepusten macht spaß und am ende wars auch nicht so schlimm. kutscherhaltung brauchten wir zum glück noch nie, so stark unter atemnot hat er noch nie gelitten.
um 14:20 war ich dann bei ihm endgültig unten durch. wir mussten lt. behandlungsplan in die sauna. jonas versteht nur bahnhof und will sich schonmal nicht nackig machen. und den bademantel will er auch nicht anziehen. dann, als wir in die saune reingehen, will er den bademantel nicht mehr ausziehen. damit er nicht überhitzt pelle ich ihn mit gewalt aus dem teil. er umklammert es daraufhin wie eine rettungsboje. nach 8 minuten bei 70 grad (iss so heiss mama!) kommt der nächste spaß: kalt abduschen. mama machts vor, wer nicht will ist jonas. am ende halte ich ihn fest und die saunameisterin duscht in kurz ab, weil so aufgeheizt darf er auch nicht bleiben. die rettungsboje bademantel läßt er die ganze zeit nicht los! also sauna wird erstmal nichts, was er ohne vollnarkose nochmal mitmacht. und mit argumenten kommt man die nächsten 3 jahre wohl auch noch nicht weiter
freitag
unser mutterkindturnen fällt mangels trainer aus und so bleibt uns nur noch das willkommensgespräch als abwechslung auf unserem behandlungsplan. aber vorher fahren jonas und ich mit dem fahrrad nach loddin ans achterwasser. 
sehr hübsch. hat einen backshop, der von 8 bis 10 brötchen und zeitungen verkauft und zwei fischrestaurants. aber dafür jede menge ferienwohnungen mit blick aufs wasser. dort weht der wind aber ganz schön und bei 15 grad sind wir trotz sonne ganz schön durchgefroren in unseren fließjacken. jonas zittern am ende die beine und ich wärem ihn mit einer großen warmen milch und durchkneten wieder auf.
zum willkomengespräch muss jonas wieder in den kindergarten aber dank begleitung von valentino geht das ohne geschrei. küchenchef, leitende ärztin, leitende therapeutin und patientenbetreuerin stellen sich vor und erzählen uns nochmal, was wir zum großteil schon wissen. aber es gibt kekse und kaffee und wir können mal eine stunde ohne kinder sitzen und quatschen…


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